Freitag, 15. Juli 2011

1246 Eine Skatrunde in den heimlichen vier Wänden.


Heute, nach langer Zeit mal wieder, die drei anderen Teilnehmer der allwöchentlich zweimal stattfindenden Skatrunde einladen können. Obwohl das Ingeli es eigentlich bevorzugt, auf "neutralem" Terrain, sprich, im AWO-Heim in der Wennigser Hirtentraße zu spielen. Hauptgrund für die Einladung: Der neuerworbene, zu Minimalkosten soeben als Nonfood-Artikel von Netto mitgenommene Grill.

Der sollte dann auch von dem Gehrdener Ehepaar, welches zu der Runde gehört, regelrecht bestaunt werden: Sie hätten zwar auch einen Säulengrill - höher und mit einem etwas größeren Rost: mit einer solch kurzen Durchgarzeit könne der aber auf gar keinen Fall mithalten. Was für den gastgebenden Blogger wieder einmal eine Bestätigung dahingehend war, dass ihm, der sich in puncto Ausgaben generell zurückzuhalten pflegt und den ganzen mit dem Kommerz und um ihn herum veranstalteten Rummel zutieft verabscheut, immer wieder Dinge in die Hände gelangen, die sich a) durch ihre besonders gute Verwendungsfähigkeit, darüber hinaus aber auch noch b) durch ein äußerst günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen.

Vor Beginn der Skatrunde und dem in deren Verlauf angesetzten Grillen wurden von den Gästen erst einmal die insgesamt 8 Büsche - neben schwarzen überwiegend rote Johannisbeeren - von ihrer restlichen Last befreit. Gerne hatten sie nämlich das Rezept der Herrin des Hauses entgegengenommen, wie man mit denen den ihnen immer bestens mundenden Likör zubereitet. Getrunken wurden in der Runde der drei Männer - das Ingeli hielt sich dabei an ihre große Pulle mit Apfelschorle - aber etwas anderes: Der "Dithmarscher Urtyp", von dem Gast, der auf Wunsch einen Kasten besorgt und mitgebracht hatte, irgendwie mit dem eigentlich angedachten "Detmolder Landbier" assoziiert, sagte allen richtig gut zu.

Ganz großes Lob aber konnte der Gastgeber für die Steaks einheimsen, die der örtliche Schlachter, der in der Filiale von NP sein Geschäft betreibt, zu dieser Veranstaltung hatte beisteuern können. Grillgut von einer solchen Qualität, wie sie an bis dato zig Punkten schon zuvor hatte registriet werden können, dürfte im weiten Umkreis nicht ein zweites Mal zu haben sein. Da diese Eintrag erst am Sanstag zur Niederschrift gelangen konnte, kann hier festgehalten werden, dass der Gastgeber diesem Meister seines Fachs seine außerordentliche Dankbarkeit für dessen Beitrag zu dem Gelingen der nachmittäglichen Veranstaltung bekundete, und dies auch noch vor der in der NP-Filiale versammelten Kundschaft.

Die Skatrunde, wie immer äußerst erfrischend und durch allerlei Einfälle zu diesem und jenem bereichert, sollte sich dann auch, wie gewohnt, über eine ordentliche Distanz erstrecken. Zapfenstreich war erst um punkt 22 Uhr. In ihr gab der Klaus - der zweite in ihr mit diesem Vornamen - wieder einmal sein zuletzt weniger gehörtes "Meine Freunde sind wieder da!" von sich. Die er allerdings äußest ungern empfängt, dieweil es sich um die Karten mit dem Nullwert, also die 7, die 8 und die 9 handelt. Auch beschwerte er sich wieder einmal darüber, dass er Verzweiflungsspiele riskieren müsse, um in der Runde überhaupt mal etwas mehr zu machen, als Karten zu halten. Bei einem solchen Verzweiflungsspiel, einem Grand, gab es dann von dem zweiten Klaus obendrein noch ein Contra. Mit welchem er auch durchkam - sehr zum Missfallen seines gleichnamigen Gegenspielers.

Was durchkam, war auch die Sonne. Die sich während der Morgen- und Mittagsstunden hinter dicken Regenwolken versteckt hatte, nach und nach aber das Szepter übernahm und es so ermöglichte, dass die Grillrunde sich auf der Terrasse zusammensetzen und so neben den herrlichen Steaks auch noch den ungehinderten Ausblick in den eigentlich noch herrlicheren Garten mit seiner Pflanzenvielfalt genießen konnte.

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